Sonntag, 22. Juli 2012

Außer Kontrolle

Ich weiß nicht genau, ob ich in diesem Jahr einen vergleichenden Versuch hinbekomme mit meinen Quadratbeeten. Es scheint erst einmal so, daß Tomaten und Kartoffeln das saure "Vorkompost-Substrat" genießen. Zumindest das Pflanzenwachstum ist enorm. Zwei Kartoffeln und eine Tomate überwuchern praktisch das gesamte Beet. Dennoch schlagen sich Rote Bete und Gurken unter diesem Dschungel ebenfalls tapfer. Die Zwiebeln sind garnicht mehr zu sehen. Doch insgesamt habe ich die Beete wohl etwas vernachlässigt. Der im Mai gepflanzte Kohl ist auf allen drei Beeten jämmerlich eingegangen, Bohnen sind auch nicht überall aufgegangen - und haben es teils sehr schwer, sich unter dem wuchernden Kartoffelkraut hervorzukämpfen. Na, ich muß mal sehen, ob ich noch etwas zum Nachpflanzen finde. Der Unterschied ist aber schon erstaunlich. Im Gartenerde-Beet geht's eher gemächlich zu, hier mußte ich auch jäten. Das Impferde-Beet macht sich ganz gut und im Anthrohumox-Beet geht die Post ab, sozusagen. Zumindest bei den Pflanzen, die es ausgehalten haben. Denn der Johannisbeerstrauch in diesem Beet ist wohl tatsächlich eingegangen. Erdbeeren gab es erstaunlicher Weise bei keiner der drei Pflanzen, sie waren wohl zu beschäftigt mit dem Wiederaufbau nachdem sie im Winter fast erfroren wären. Einzig die Pflanze im Gartenerde-Beet hat reichlich Ableger gebildet. Und ich muß mir merken, daß ich im nächsten Jahr eher keine Tomate für die Beetbestückung vorsehe.

Gartenerde / Mitte Juli
sehr übersichtlich....

Anthrohumox / Mitte Juli
zwei Kartoffeln, eine Tomate - und das Beet ist voll

Impferde / Mitte Juli
recht ausgeglichen
Vergleich: vor einem Jahr war etwas mehr los auf den Beeten

Nachtrag:
Inzwischen habe ich Erbsen und Zwiebeln geerntet - und somit weitere freie Felder - aber ohne Foto. Die Erbsen waren insgesamt ernüchternd (man sieht sie oben auf den Fotos links unten abhängen). Einzig die Schoten aus dem Anthrohumox-Beet hatten eine ernsthafte Größe mit entsprechend vielen Körnern. Im Gartenerde-Beet muß Streß pur geherrscht haben: sehr kleine Schoten mit teils nur drei, vier Samen. Das Impferde-Beet erbrachte weniger Schoten, aber gewichtsmäßig durchaus mit Anthrohumox vergleichbar. (den Zahlenkram gibt's im Herbst gesammelt)

Ein ähnliches Bild brachten die Zwiebeln. Wobei sich hier aber auch das zuvor Beobachtete bestätigte. Sowohl im Anthrohumox- als auch im Impferde-Beet wuchsen einige Zwiebeln sehr schlecht an; vermutlich, weil das Substrat zu locker ist. Die Gartrenerde lieferte vollständig 'große' Zwiebeln - die aber insgesamt kleiner ausfielen, als die in meinem "normalen" Zwiebelbeet (vielleicht zu wenig Kompost?) - ich habe dort (im 'normalen' Beet) eine Stichprobe beim Aufnehmen gemacht: jede zehnte aus der ersten Reihe gewogen: die waren mehr als viermal so groß resp. schwer!. Jedoch, die Zwiebeln, die in den anderen beiden Beeten ausreichend Bodenschluß hatten, waren deutlich größer und schwerer als die aus dem Gartenerde-Beet. Dafür aber kamen einige nicht über die Größe der ursprünglichen Steckzwiebel hinaus. Im Impferde-Beet hatten alle Zwiebeln auffällig lange Wurzeln und insgesamt, trotz einiger "Schwächlinge" (obwohl keine eingegangen war), brachte dieses Beet die größte resp. schwerste Ernte. Hätte ich nicht gedacht, sah doch das Lauch im Anthrohumox-Beet deutlich größer und dichter aus - trotz Kartoffel- und Tomatendach.

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