Samstag, 16. Juni 2012

Drei halbe Beete

Die Bestückung der Quadratmeterbeete hat sich in diesem Jahr unerwartet als etwas schwierig gestaltet. Eigentlich müßten die Beete schon fertig bestückt sein, sind sie aber nicht. Auch wenn sie nur ca. 30 cm hoch sind, gelten eher die Regeln für Hochbeete - gerade bei sandigem Untergrund. Allzuviel Wasser konnten die Pflanzen im trockenen Mai wohl nicht aus dem Boden ziehen. Das zeigen insbesondere die schwarzen Johannisbeeren. Im Garten- und im Anthrohumx-Beet zeigen sie noch immer deutliche Streßerscheinungen aus dem Frühjahr. Einzig der Strauch im Impferde-Beet fühlt sich sichtbar wohl und hat reichlich abgesetzt.

Bohnen und Gurken sind nicht sonderlich gut aufgegangen. Den gepflanzten Kohl muß ich auch noch einmal nachsetzen. Sellerie ist noch garnicht gepflanzt - hier habe ich in der Vorkultur etwas 'versagt'. Die Kohlpflanzen waren noch zu klein und wurden vom Regen des Junis "platt gemacht". Bei Kartoffeln und Tomaten ist im Pflanzenwuchs schon ein deutlicher Unterschied zwischen den Beeten zu erkennen. Wobei zu meiner Überraschung die Kartoffeln im Impferde-Beet eine unglaubliche Krautfülle entwickelt haben.

Während der Trockenheit konnte die im Anthrohumox-Beet enthaltene Hlzkohle ihren Speichervorteil nicht ausspielen, dafür waren der März und April einfach insgesamt zu trocken. Erst, als ich Mitte Mai dann doch gegossen hatte, blieb dieses Beet deutlich länger feucht als die anderen beiden. Allerdings kann man es dem Impferde-Beet nicht wirklich ansehen. Denn dieses hat eine extrem grobe und lockere Struktur. Es sieht dort nicht im Ansatz nach "Gartenerde" aus. Dies war im Frühjahr auch für die Steckzwiebeln schwierig. Sie hatten wohl nicht so schnell Bodenschluß gefunden. Es haben nur ca. die Hälfte getrieben. Der Pflegeaufwand hält sich bei diesen kleinen Dimensionen zwar in Grenzen, aber beim Gartenerde-Beet ist er am größten - soll heißen, im Anthrohumox-Beet tue ich fast garnichts, im Impferde-Beet ziehe ich ab und an ein paar freche Ackerwinden. Im Gartenerde-Beet geht Unkraut auf, genau wie im Rest des Gartens. Anthrohumox- und auch Impferde-Beet sind deutlich "resistenter" gegenüber Saateintrag. Nun 'mal schauen, wie es weiterwächst.

Gartenerde / Mitte Juni
Anthrohumox / Mitte Juni
Impferde / Mitte Juni
 

Freitag, 13. April 2012

Nachgelegt - Beetversuch zweite Runde

Nach einem halben Jahr Pause habe ich nun die Quadratmeterbeete für dieses Jahr vorbereitet. Die auf den Beeten verbliebenen Pflanzenreste wurden zerkleinert und jedes Beet hat noch einmal etwas Substrat erhalten. Auf dem Gartenerde-Beet wurde Holzasche vom Lagerfeuer und Kompost verteilt, das (Wald-)Impferde-Beet hatte im Herbst zusätzlich etwas Laubmulch und nun die ausgesiebten Reste vom Hofbeet-Rindenmulch erhalten. Das Anthrohumox-Beet hat noch einmal eine ordentliche Ladung Holzkohle-Bentonit-Bokashi-Sand-Gemsich erhalten.
Gartenerde / Anfang April
Terra-Preta-Substrat / Anfang April
Impferde / Anfang April
erster Eindruck der Beete

Über Winter befanden sich auf den Beeten je eine Erdbeerpflanze und ein Johannisbeerstrauch. Die Erdbeerpflanze im Impferde-Beet ist sehr stark zurückgefronen. Ich hatte sie im Frühjahr kaum mehr entdecken können. Dafür hat die Johannisbeere in diesem Beet deutlich am frühesten ausgetrieben. Nach dem Auffüllen des Substrates hatte ich die 30cm-Quadrate wieder mit Strauchreiser markiert. Dabei konnte ich sie im Anthrohumox- und im Impferde-Beet sehr tief stecken, das Gartenerde-Beet lieferte schon etwas mehr Wiederstand. Obwohl ich auch hier das Substrat, sowohl im letzten als auch in diesem Jahr, nur aufgeschüttet und nie betreten oder angedrückt hatte.

Mittwoch, 11. April 2012

Keimhemmer Bokashi (2)

Keimprobe die zweite. Nachdem das Bokashi vier Wochen im Topf ruhte, abgedeckt durch ein paar cm Gartensand, erfolgte die Kresseaussaat. Es regt sich nun schon etwas im Bokashi-Topf. Doch die Vergleichsprobe nur mit Gartensand liegt noch immer sehr deutlich vorn.
Substrat vier Wochen im Topf, rechts mit Bokashi